Der Sportausschuss tagte am 02.03.2026 von 17:00 bis 17:35 Uhr, also in ungewöhnlich kurzer, aber inhaltlich brisanter Form. Im Mittelpunkt standen die angespannte Hallensituation, die Zukunft des Schulsports und die Fortführung der Planungen an der Ernst‑Barlach‑Gesamtschule.
Deutlich wurde: Die Eishalle steht faktisch auf der Kippe, in den Unterlagen ist von einer „vorgesehenen Beendigung des Schulsports in der Eissporthalle infolge der prekären Haushaltslage“ die Rede – das lässt klar erkennen, dass der Schulsport dort perspektivisch nicht weitergeführt werden soll und die Stunden in anderen Hallen kompensiert werden müssen. Gleichzeitig stellen die vorliegenden Sportentwicklungs- und Schulentwicklungspläne fest, dass die vorhandenen Sporthallen bereits heute nicht ausreichen, der Schulsport Pflichtaufgabe ist und zusätzliche Hallenkapazitäten nötig wären.
Trotz bereits erfolgter, teurer Sanierungen – inklusive Hallenböden im Bereich von bis zu 400.000 Euro, erneuerten Prallschutzelementen, gesicherten Toren und sanierten Neben- und Waschräumen – bleibt die Lage kritisch; für reine Bauunterhaltungs- und Erhaltungsmaßnahmen fließen dabei städtische Mittel ohne Fördergelder. Die vorhandenen Hallen gelten als voll ausgelastet, weshalb eine weitere Begehung von fünf Turnhallen mit der ProZent GmbH zu Statik, Schadstoffen und Bodenbeschaffenheit vorbereitet wird.
Die neue Kreissporthalle an der Berufsschule soll nach aktuellem Stand nicht für den Schulsport der Dinslakener Schulen zur Verfügung stehen, sondern allenfalls perspektivisch für den Vereinssport genutzt werden; hierzu laufen noch Gespräche mit dem Kreis. Zugleich wird die Planung für die neue Zweifachhalle an der Ernst‑Barlach‑Gesamtschule durch die ProZent GmbH wieder aufgenommen, da der Bedarf an Halleneinheiten für den Schulsport nachweislich nicht gedeckt ist.
Auffällig war das starke Engagement der AWG‑FDP‑Fraktion für Lohberg und den RWS‑Fußballbereich, was vor dem Hintergrund ihrer vielfachen Verbindungen dorthin zumindest den Eindruck eines gewissen Eigennutzes hinterließ. Insgesamt zeigte die kurze Sitzung sehr klar: Es fehlt an Hallen, es fehlt an Planungssicherheit für den Schulsport – und gleichzeitig werden teure Einzelmaßnahmen gestemmt, ohne dass die strukturelle Unterversorgung wirklich behoben ist.
