23.02.2026 – Kultur, Partnerschafts – und Europa – Ausschuss

Unser Fazit zu diesem Ausschuss gleich am Anfang: Dinslakens Kassen sind leer und das werden alle beteiligten Institutionen zu spüren bekommen. Geld, das nicht vorhanden ist, kann nicht ausgegeben werden, das versteht jeder vernünftige Bürger. Auch, wenn hiermit Existenzen verbunden sind und Möglichkeiten und Vorteile für viele Bürger entfallen.

Inhaltsverzeichnis

Hier nun einige informative Details zu den unterschiedlichen Themen dieser Sitzung:

Mündlicher Bericht des Städtepartnerschaftsverein Dinslaken e.V. mit einem Jahresrückblick

2025 war ein Jubiläumsjahr: 50 Jahre Freundschaft mit Agen, 10 Jahre Vereinsbestehen.

Weiterhin soll es auch im laufenden Jahr ein Gemeinschaftskonzert vom Dinslakener Madrigalchor und dem Partnerchor in Agen geben, auch die Städtefreundschaft mit Arad soll wieder neu aktiviert werden.

Förderungen für Schüleraustausch seien jedoch aufgrund der aktuellen Haushaltslage der Stadt eher fraglich, da es sich um eine freiwillige Leistung handelt.

Mündlicher Bericht zur aktuellen Situation der „Burghofbühne Dinslaken Landestheater im Kreis Wesel e.V.“ zur aktuellen Finanzlage

Demnach wurden in 2025 nur 28 Prozent des Etats durch die Burghofbühne selbst erwirtschaftet, „der Rest“ des erforderlichen Etats habe aus Förderungen durch das Land mit knapp 50 Prozent, dem Kreis Wesel und der Stadt Dinslaken mit jeweils 12 Prozent bestanden.

12 Prozent, die als Summe ausgedrückt mit etwa 300.000 Euro daherkamen.

Nice-to-have war die abgeschlossene Spielzeit mit den Inszenierungen in den Bereichen Erwachsenen- und Jugendtheater mit 40.000 Zuschauern in 237 Aufführungen, hiervon 69 Prozent in den Bereichen Kinder- und Jugendtheater.

Wie geht es 2026 weiter, kann und soll in der aktuellen Lage weiterhin ein großzügiger Zuschuss aus der Stadtkasse geleistet werden, ohne dass selbst ausreichend Gelder erwirtschaftet werden?

Mündlicher Bericht zur aktuellen Situation der Musikschule Dinslaken mit Zahlen und Fakten

Aufgrund steigender Kosten habe die Musikschule im Jahr 2025 ein Defizit von 30.000 Euro gemacht, das durch private Darlehen ausgeglichen worden sei. Weiterhin hätten die 25, ohnehin nur stundenweise Beschäftigten, ihre tarifliche Lohnerhöhung in 2025 gestundet und die Unterrichtsgebühren seien erhöht worden.

Die Stadt habe entgegen einer früheren Vereinbarung ihren Zuschuss für die Musikschule in Höhe von 96.000 Euro und Übernahme der Kosten für die angemieteten Räumlichkeiten seit 2022 nicht mehr erhöht, obwohl die Mehrkosten durch tariflich steigende Gehälter ausgeglichen werden sollten.

Jedwede Kürzung des Zuschusses bedeute das „Aus“ für die Musikschule. Es träfe dabei rund 200 Musikschüler jeden Alters und auch das Grundschulprogramm JeKITS, an dem rund 550 Grundschulkinder beteiligt seien. Das Geld für das JeKITS-Projekt erhält die Stadt Dinslaken vom Land, diese Förderung erfolge jedoch nur, wenn weiterhin ein städtischer Zuschuss geleistet würde.

Mündlicher Bericht der Din-Event mit Rückblick auf das Veranstaltungsjahr 2025 und einer Vorschau auf 2026

Genannt wurden die Sommerkultur 2025 mit 35.000 Besuchern, 255 Tage Veranstaltungen (Inkl. Auf- und Abbau) in Burgtheater, Katrin-Türks-Halle sowie weiteren Veranstaltungen auf Straßen und Plätzen im Umkreis.

Im Veranstaltungsplan 2026 geplant: Die Sommerkultur, Abfahrt Eins, der „Blickwinkel“-Kongress im November und die Kooperationsveranstaltungen MyJazz mit der Jazz Initiative und das SYLS Festival am Din-Tage-Samstag.

Auch hier werden die geringeren Zuschüsse genannt, so dass etwa in diesem Jahr nicht an „der Nacht der Industriekultur“ teilgenommen werde. Auch die „Extraschicht“ insgesamt werde in der zurzeitigen Version überdacht.

Mündlicher Bericht zum Museum Voswinckelshof

Seit 02.01.2017 ist der Eintritt zum Museum kostenfrei für die Besucher (bis auf wenige Ausnahmen), zu den Highlights gehören museumspädagogische Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und Kindergeburtstage im Museum.

Die aktuelle Finanzlage erfordere jedoch auch hier eine Kostenbeteiligung der Besucher. Jedoch befürchtet die Museumsleitung, dass bei Erhebung von Eintrittsgeldern die Besucherzahlen abnehmen könnten. Zudem gebe es im Museum keine Kassensystem, welches bei Einrichtung auch mit weiteren Kosten verbunden wäre. Stattdessen wird vorgeschlagen, den freien Eintritt wie gewohnt beizubehalten und stattdessen eine Spende beim Verlassen des Museums vom Besucher zu erbitten.

Fazit

Die AFD-Fraktion vertritt die Auffassung, dass eine gewisse Eigenleistung und eine Beliebtheit der Angebote bei den Bürgerinnen und Bürgern erforderlich ist, um eine weitere Förderung zu rechtfertigen.